5 Designregeln für bessere 3D-Druckergebnisse
Ob ein gedrucktes Teil hält, passt und gut aussieht, entscheidet sich meist schon am CAD-Modell — nicht erst beim Drucker. Diese fünf Regeln erspare Ihnen die häufigsten Nacharbeiten.
Mindestwandstärke einhalten
Wände unter ca. 1,2 mm werden instabil oder drucken gar nicht sauber durch. Als Faustregel gilt: mindestens 2× die Düsenbreite (meist 0,4 mm), bei belasteten Teilen lieber 2 mm oder mehr.
Überhänge im Griff behalten
Ab etwa 45° zur Senkrechten braucht eine Fläche Stützstrukturen, sonst sackt der Druck durch. Wo möglich lohnt es sich, Kanten anzufasen oder das Modell so auszurichten, dass Überhänge minimal bleiben — spart Stützmaterial, Zeit und Nacharbeit.
Toleranzen für bewegliche Teile einplanen
Zwei gedruckte Teile, die ineinander passen oder sich bewegen sollen, brauchen Spiel — üblicherweise 0,2 bis 0,3 mm pro Seite. Ohne diesen Puffer klemmt es fast immer.
Ausrichtung auf dem Druckbett mitdenken
FDM-Teile sind zwischen den Schichten schwächer als innerhalb einer Schicht. Kräfte, die quer zur Schichtrichtung wirken, sollten deshalb schon beim Design berücksichtigt werden — die Ausrichtung beim Druck entscheidet oft mehr über die Festigkeit als das Material selbst.
Scharfe Innenkanten vermeiden
Scharfe 90°-Innenecken sind Sollbruchstellen — dort konzentriert sich mechanische Spannung. Ein kleiner Radius (0,5–1 mm) an Innenkanten erhöht die Bruchfestigkeit spürbar, ohne die Optik zu beeinträchtigen.
Bonus-Tipp: Im Zweifel einfach eine Skizze oder erste STL-Datei schicken — der Machbarkeits-Check inklusive Empfehlungen zu Wandstärke, Ausrichtung und Toleranzen ist Teil jeder Anfrage bei Aditrex.
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